Epiphanias, das in Georgien am 19. Januar gefeiert wird, ist einer der spirituellsten, emotionalsten und bedeutungsvollsten Winterfeiertage des Landes und tief in der orthodoxen christlichen Tradition verwurzelt. Dieser heilige Tag erinnert an die Taufe Jesu Christi im Jordan und wird von einer Atmosphäre der Andacht, Gemeinschaft und inneren Ruhe begleitet. Schon am frühen Morgen füllen sich die Kirchen mit Kerzenlicht, Gebeten und feierlichen Gesängen. Familien besuchen gemeinsam die Gottesdienste, Priester segnen das heilige Wasser, dem schützende und heilende Kräfte zugeschrieben werden, und viele Menschen bewahren dieses Wasser das ganze Jahr über als Zeichen von Glauben und Hoffnung auf.
Eine der bewegendsten Traditionen von Epiphanias in Georgien ist die Kreuzsegnung, bei der Priester ein Holzkreuz in eiskalte Flüsse, Seen oder ins Meer werfen und mutige Gläubige ins Wasser springen, um es zu holen. Dabei geht es nicht um Wettbewerb, sondern um spirituelle Stärke, Demut und Erneuerung, und derjenige, der das Kreuz findet, gilt als besonders gesegnet für das kommende Jahr. Selbst für Zuschauer ist dieser Moment tief berührend, besonders vor der winterlichen Kulisse Georgiens. Für Reisende bietet Epiphanias eine einzigartige Gelegenheit, die authentische Spiritualität Georgiens zu erleben, herzliche Gastfreundschaft zu spüren und zu sehen, wie lebendig alte Traditionen bis heute geblieben sind.



