In Georgien sind die Tage vor dem Neujahr von Wärme, Symbolik und jahrhundertealten Traditionen geprägt, die Familien zusammenbringen und Glück willkommen heißen. Eines der bekanntesten Symbole des georgischen Neujahrs ist der Chichilaki, ein handgefertigter dekorativer Baum aus getrockneten Haselnuss- oder Walnusszweigen, der in feine, lockige Späne geschnitzt wird. Im Gegensatz zu künstlichen Weihnachtsbäumen steht der Chichilaki für Leben, Erneuerung und Reinheit und wird nach den Feiertagen traditionell verbrannt, um die Sorgen des alten Jahres hinter sich zu lassen. Vor dem Neujahr werden die Häuser gründlich gereinigt, die Festtafeln liebevoll vorbereitet und die Wohnungen nicht nur zur Dekoration, sondern auch als Einladung für Glück, Frieden und Wohlstand geschmückt.
Eine weitere wichtige Tradition ist der Mekvle, der erste Gast, der nach Mitternacht am Neujahrsabend das Haus betritt. Man glaubt, dass der Charakter und die Energie des Mekvle das Glück der Familie für das gesamte Jahr beeinflussen, weshalb diese Rolle oft einer fröhlichen, freundlichen und erfolgreichen Person anvertraut wird. Kein Neujahrsfest ist außerdem vollständig ohne Gozinaki, eine traditionelle Süßigkeit aus Walnüssen und Honig, die Reichtum und Fülle symbolisiert. Gozinaki mit Gästen zu teilen gilt als Zeichen von Großzügigkeit und der Hoffnung auf ein süßes neues Jahr. Gemeinsam schaffen Chichilaki, Mekvle und Gozinaki eine einzigartige festliche Atmosphäre, die Georgiens tiefe Verbundenheit mit Tradition, Familie und herzlicher Gastfreundschaft widerspiegelt.



